Feodossija. Griechen und Genuesen
Feodossija hat seine Geschichte vor über zweieinhalb Tausend Jahren als eine griechische Kolonie begonnen. Und es ist nicht schwer zu kapieren, dass Feodossija eine der ältesten Städte in Osteuropa ist.
Ürsprünglich dient Feodossija (das bedeutet im Griechischen „vom Gott gegeben“) als der griechische Handelsvorposten.
Dann wird die Stadt seit dem ersten Jahrhundert u.Z. ständig von dem agressiven Nomadenvolk - von den Sarmaten, Gunnen und anderen nicht weniger blutgierigen Stämmen - angefallen und ausgeraubt. Und schließlich wird sie nach den ständigen Kriegen dem Boden praktisch gleich gemacht. Das, was von der Stadt am Anfang des 7. Jahrhunderts u. Z. bleibt, kommt unter die Macht der Hasaren. Später ergreifen im 13. Jahrhundert die tatarischen Khane die Zügel der Regierung über die Stadt.
Im Jahr 1226 bekommen die genuesischen Kaufmänner, die ihren Handel nicht nur in der Mittelmeer-Region , sondern auch an den Ufern des Schwarzen Meeres aktiv entwickelt haben, die Ruinen von Feodossija von einem tatarischen Khan Oran-Timura verkauft und bauen an ihrer Stelle eine Festung, wobei sie auch den Namen der Stadt ändern. Die Genuesen geben Feodossija den Namen Kafa. Bald wird Kafa zum Zentrum der Besitzungen von Genua am Schwarzen Meer.
Die Genuesen, die nicht nur geschickte Profitmacher, sondern auch begabte Strategen sind, verstehen sofort, dass die geografische Lage von Feodossija ideal sowohl für den Handel als auch für die Abwehr von möglichen Anfällen günstig ist. Nach 1261 wird Kafa zur genuesischen Kolonie und zum Zentrum von allen ihren Siedlungen an den Küsten des Schwarzen Meeres. Die Macht von Kafa erschreckt die Türken und die Venezianer , aber alle ihre Bemühungen es zu erobern oder wenigstens die existierende Macht zu schwächen, halten die Blütezeit der Stadt nur für kurze Zeit auf. Den Genuesen gelingt es, nicht nur die Stadt zu verteidigen, sondern auch ihren Einfluß bis auf Sudak und Balaklawa auszudehnen.
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